Grosse Qualität

Wir sind mitten im Winter, die Nächte sind lang, dunkel und kalt. So ist es kein Wunder, dass sich Männlein und Weiblein in den warmen Höhlen wiederfinden, und es sich gemütlich machen. Und so kommt es, dass im Frühherbst diesen Jahres wieder kleine schreiende Wesen aus dicken Bäuchen in diese dunkle Welt entlassen werden.

Wen wundert´s, dass hier und da über die Länge eines der äusseren Geschlechtsmerkmale des Mannes diskutiert wird. Sehr eifrig sogar.

Hat die Länge etwas mit Qualität zu tun? Ist nicht wichtiger, was drinnen steckt? Sollte Frau nicht das männliche Exemplar wählen, welches die besten Gene hat, um den Fortbestand der Art zu sichern? Intelligenz, Ausdauer, Aussehen? Wird schliesslich nicht kopuliert, um Nachwuchs zu zeugen? Behaupten dies nicht die Biologen?
Soll frau nun mit dem Lineal in der Handtasche Vorabmessungen vornehmen?
Wer sagt denn, dass einer der beiden Akteure dabei noch Spass haben sollten? Es ist ein Mittel zum Zweck. Oder? ;-)

PS: Diskussionen könnt ihr auf den verlinkten Blogs führen.
wvs - 11. Jan, 01:32

Gibt es denn ....

zu diesem Thema immer noch Diskussionsbedarf?

Was in einem Fall zu klein ist wird im anderen Fall als zu groß eingestuft - alles eine Frage des Blickwinkels ....
("Beauty is in the eye of the beholder" - schon vor Äonen formuliert, das Problem ist wirklich sehr alt!)

Schließlich
Ich höre von Frauen es komme weder auf Länge noch auf Dicke an: Die ausgewogene Proportion und eine zentrierte (gedachte) 'Achse' seien für die - problemlose - Nutzung von Bedeutung ....

Sonderbar für mich ist lediglich, daß sich Männer im Umkehrfall (weibliche Anatomie) offensichtlich keine bis wenige Gedanken zu machen scheinen ....
Biologisch gesehen ist natürlich der Fortpflanzungszweck Mittelpunkt für Betrachtungen - aber 'mal ehrlich:
Bis auf Extreme (übermäßig groß / winzig klein) liegen nach Gauss 95,45% aller Fälle im 2σ-Bereich, immerhin noch 68,27% im 1σ-Bereich .... und sind daher "Zwecktauglich", was wohl auch bedeutet, daß sie (und nicht die Extreme) einen Selektionsvorteil darstellen - sonst müßten wir annehmen, daß im Laufe der Evolution eine Längen- und Dickenzunahme stattgefunden hätte ....

Eine weitere Überlegung schließt sich an:
Es gibt "baubedingte" Grenzen für Größe, Gewicht, etc. - man spricht in diesem Fall von einer "Optimumskurve":
Bestes Beispiel ist der Herzschlag. Zuviel tötet, zuwenig auch - dazwischen gibt es einen optimalen Bereich (Energieaufwand für die Herzaktion vs. Energiegewinn durch Umsetzung der energiereichen Nahrungsbestandteile mit Hilfe des eingebrachten Sauerstoffs, dessen Menge ja wiederum von der Frequenz abhängt).

Nach dieser Betrachtungsweise gibt es z.B. keine (auch nur theoretische) Möglichkeit für Käfer eine Größe von 60cm zu überschreiten: Ihr Außenskelett wäre nicht in der Lage dem Muskelzug standzuhalten .... einschlägige SciFi-Gestalten sind also - zumindest unter hiesigen Bedingungen - genauso unmöglich wie die häufig kolportierte Länge eines gewissen Körperanhanges bei Männern von mehr als 20 cm ....
(Mittelwert bei 9cm, ± 2cm (!) - sofern doch Bilder mit anderen Dimensonen existieren war 'Ph*tosh*p' am Werk .... )

twoblogs - 11. Jan, 10:09

Ich halte dieses Thema für oberflächlich und geistlos abgehandelt, wie es Ihre beiden Links zeigen, chaetzle; aber es wurde auch von einem Mann angestossen bzw. einer witzigen Frau, die weiss, wie sie Counter-Punkte macht.
Zuerst kommt doch die Sehnsucht nach Wärme und Zärtlichkeit, Lachen und Steigerung der Körperlichkeit. Tritt ein Bewerber auf, zeigt es sich bald, ob ich Interesse an ihm habe und ob ich ihn überhaupt riechen kann. Wenn nicht, bleibe ich auf Distanz, zumindest physisch. Er kann sich noch so bemühen, er kommt nicht ran.
In manchen Fällen kann das umschlagen, wenn sich durch einen Umstand, der vorher nicht da war, die Situation ändert, wenn etwas Neues die Phantasie anregt, zum Beispiel Eifersucht.
Einmal sah ich, wie jemand, ein viel Älterer, mit dem ich mich bei Unterhaltungen gut verstanden hatte, vor mir beim Ausgang einer Galerie auf eine sehr innige Weise geküsst wurde. Mich traf das wie ein Blitz. Dieses Bild verfolgte mich über Tage und Nächte. Ich war plötzlich eifersüchtig und sah ihn mit einem anderen Blick. Das Alter spielte überhaupt keine Rolle, sondern das Gefühl des Verstehens und Verstandenwerdens, ein spannendes Hickhack, das die Töne schnell wechselte und Intimität erzeugte. Das sollte nicht aufhören.
Aufregend waren die Gespräche, die Übereinstimmungen, die dabei herauskamen, über die Generationsgrenzen hinweg, die Scherze, die Art, wie er auf meine forcierten Geistreicheleien reagiert hat, auch, wie er sich führen liess und trotzdem nicht in sich zusammensackte, sondern daraus auch etwas für ihn machen konnte, was ihn begeisterte.
Bisher waren es nur wenige Männer, die wirklich ein dauerhaftes Begehren in mir erwecken konnte, das sich mit einem anhaltenden Liebesgefühl verband – und das alles unabhängig von den anatomischen Gegebenheiten!

ChliiTierChnübler - 14. Jan, 07:23

Ob es wichtig ist oder nicht - es beschäftigt. Vor allem wenn man einen geliebten Menschen neben sich im Bett liegen hat, aber die Nähe und Zärtlichkeit sehr darunter leidet, dass die Sexualität unbefriedigt bleibt. Seine allerdings nicht. Er für seinen Teil sieht keine Probleme, es brauche halt Zeit. Dann suche ich mir Rat bei Urologen, er weiss es allerdings nicht, ich bin alleine dort, um zu fragen. Weit unter der Norm, die Grösse, bestätigt er mir. Aber das wusste ich schon. Helfen kann er mir auch nicht.
Und dann liegt man da. Er schläft und fragt sich: Und das ein Leben lang? Und man entschliesst sich, ihn zu verlassen nur weil man da unten während des Aktes kaum was spürt. Und man schämt sich. Heute noch.

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