Arztsprüche
Heute von meiner Notfallpatientin gehört:
Sie hat schwerste Ischias-Schmerzen, bis in den Fuss, die Injektionen, die ihr der Hausarzt gab (5 Stück innert eines halben Tages) nutzen rein gar nichts. Ob es ein Bandscheibenvorfall sein könnte? Der Arzt: "Da warten wir zwei Wochen, wenn die Schmerzen bis dahin noch nicht weg sind, dann kann man sie in die Röhre schicken zur weiteren Untersuchung.."
Gestern von einer Bekannten meiner Mutter erzählt bekommen:
Sie hat Krebs. Plötzlich schwerste Atemnot. Hausarzt meint, das wäre nicht sooo schlimm. Sie fragt ihn, ob es nicht sein kann, dass sie Wasser in der Lunge hat?! Seine Antwort, mit der er sie wieder heim schickte: "Sie haben keine dicken Beine/Fesseln. Wenn Sie das nicht haben, haben Sie auch kein Wasser im Körper. Werfen Sie einen Eimer Wasser die Treppe runter, wohin fliesst das Wasser?!"
Die Beschwerde wurden immer schlimmer. Ein anderer, fähiger Arzt hat sie als Notfall ins Herzzentrum verfrachten lassen. Diagnose: schweres Lungenödem.
Ist den Ärzten noch zu helfen? Wie kann man so fahrlässig mit Menschenleben umgehen? Mag ja sein, dass sie nicht mehr so gut bezahlt werden, aber deswegen so schlechte Arbeit abliefern?
Entweder man wird Arzt aus Überzeugung, und um Menschen zu helfen, oder man lässt es bleiben. Wenn ich berechnen würde, wie lange ich an einem Patienten arbeite, und was ich dafür bekomme (auch nach GOÄ - die entspricht unserer GebüH)- dann dürfte ich nicht mehr arbeiten. EIn Arzt ist im Schnitt 5 Minuten beim Patienten, ich bin eine bis anderthalb Stunden dran.
Sie hat schwerste Ischias-Schmerzen, bis in den Fuss, die Injektionen, die ihr der Hausarzt gab (5 Stück innert eines halben Tages) nutzen rein gar nichts. Ob es ein Bandscheibenvorfall sein könnte? Der Arzt: "Da warten wir zwei Wochen, wenn die Schmerzen bis dahin noch nicht weg sind, dann kann man sie in die Röhre schicken zur weiteren Untersuchung.."
Gestern von einer Bekannten meiner Mutter erzählt bekommen:
Sie hat Krebs. Plötzlich schwerste Atemnot. Hausarzt meint, das wäre nicht sooo schlimm. Sie fragt ihn, ob es nicht sein kann, dass sie Wasser in der Lunge hat?! Seine Antwort, mit der er sie wieder heim schickte: "Sie haben keine dicken Beine/Fesseln. Wenn Sie das nicht haben, haben Sie auch kein Wasser im Körper. Werfen Sie einen Eimer Wasser die Treppe runter, wohin fliesst das Wasser?!"
Die Beschwerde wurden immer schlimmer. Ein anderer, fähiger Arzt hat sie als Notfall ins Herzzentrum verfrachten lassen. Diagnose: schweres Lungenödem.
Ist den Ärzten noch zu helfen? Wie kann man so fahrlässig mit Menschenleben umgehen? Mag ja sein, dass sie nicht mehr so gut bezahlt werden, aber deswegen so schlechte Arbeit abliefern?
Entweder man wird Arzt aus Überzeugung, und um Menschen zu helfen, oder man lässt es bleiben. Wenn ich berechnen würde, wie lange ich an einem Patienten arbeite, und was ich dafür bekomme (auch nach GOÄ - die entspricht unserer GebüH)- dann dürfte ich nicht mehr arbeiten. EIn Arzt ist im Schnitt 5 Minuten beim Patienten, ich bin eine bis anderthalb Stunden dran.
chaetzle - 5. Apr, 12:03



Wir haben ja schon lange diese Zweikallsengesellschaft. Wenn wir als AOK-Patienten z.B. einen Termin beim Hausarzt haben, kommen trotzdem meist noch Leute vor uns dran, die nach uns ins Wartezimmer kamen.
In Deutschland stimmt doch was nicht.
Aber das gesundheitswesen ist eh ein Thema für sich. Ich find es auch ätzend, dass ich schon für ein Rezept Praxisgebühr zahlen muss, obwohl ich nicht behandelt wurde. Da ich die Pille nehme, muss ich also zwangsläufig jedes Quartal bezahlen, auch ohne krank zu sein.
Von wegen, die Pille wäre bis 21 umsonst... 5,- in der Apotheke kommen ja auch noch dazu.