sonderbar

Donnerstag, 8. Mai 2008

Unter Strom

Nachdem ich wochenlang dachte, dass ich mein TENS Gerät einem Patienten geliehen hätte, bin ich beim Um-und Aufräumen nun doch auf selbiges gestossen. Natürlich habe ich es gleich an mein Rotatorenmanschettensyndrom angelegt. Und wow, hinterher fühlte sich der Arm gleich um einiges besser an.
Nun, was für den Arm gut ist, kann ja für meine rudimentären Bauchmuskeln nur recht sein. Also fluchs die Elektroden umgeklebt, und eine Dreiviertelstunde während des Gassigehens die Vibrationen im Ober- und Unterbauch genossen. Bauchmuskeltraining ohne Anstrengung. Ganz wie´s mir gefällt.
Als ich nun das Gerät abnehmen wollte, geschah es- statt abzuschalten habe ich den Intensitätsregler fälschlicherweise bis zum Anschlag hochgedreht.
Hm. Nun weiss ich, dass ich einen Tod nicht erleiden will: ich möchte nicht auf dem Elektrischen Stuhl landen. Unter keinen Umständen.
Nachdem ich einen Satz in die Luft machte, landete ich um Haaresbreite auf Katerchens Schwanz. Nur durch eine Sprung aus der Türe konnte er sich vor einem Trümmerbruch und anschliessender Amputation retten.
Was bleibt, ist das Gefühl Bauchmuskeln wie Heike Jung zu besitzen.

Dienstag, 25. März 2008

Nicht ohne mein Auto

inselauto

Donnerstag, 20. März 2008

Brustwarzenbehandlung

Eben klingelt das Telefon. Ein Mann, der so nuschelig redete, dass ich mehrmals Rückfragen stellen musste.
Ob ich ihn noch kennen würde? Da erinnerte ich mich. Wegen der Tochter.. Sie wollen sie dann doch vorbei schicken. Wegen der Sache mit ihren Brüsten..
Die eingezogenen Brustwarzen. Ob ich sie denn behandeln würde?
Damals sind sie ja nicht zum Termin erschienen. Ganz ehrlich. Ich hätte nein sagen können, aber ich bin doch neugierig, was für Menschen das sind.
Ich denke, es wird wieder keiner auftauchen, weil dieser Vater (sofern er überhauot eine Tochter besitzt) vielleicht irgendwie sexuell nicht mehr ganz richtig tickt, und sich an solchen Anrufen und Gesprächen aufgeilt.
Aber mal sehen, womöglich taucht nächsten Donnerstagmorgen doch ein 14-jähriges Mädchen auf.
Ob sie dann die Klammern mitbringen soll? Letztes Mal hat er mir am Telefon lang und breit erklärt, dass sie die Klammern (grosse Holzwäscheklammern) mit vornübergebeugtem Oberkörper an die Brustwarzen hängen (ca. 20 min), dass das schon etwas weh täte, dadurch aber die Brustwarzen nach aussen kämen. So hätte es meine Kollegin in Hamburg empfohlen, bei der sie in Behandlung waren, bevor sie hier her gezogen sind.
Komische Sache, oder?

Donnerstag, 28. Februar 2008

Schnelles Geld

Heute hat mir der Mann einer Patientin 10 Franken in die Hand gedrückt mit den Worten: "Für´s Tor hinter uns zumachen."
Äh?? Ich war etwas perplex. Was meint er damit?
Er hatte unser Hoftor selbständig geöffnet, nachdem seine Frau bei mir drin war, und sich mit seinem Auto bei uns in den Hof gestellt. Einfach so.
Da ich es ja nun wieder schliessen musste, nachdem er raus gefahren war, dachte er, er müsse mir ein Trinkgeld geben.
So schnell kommt man zu Geld.
Ich konnte es natürlich nicht annehmen. Das wäre ja schon frech gewesen.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Das Rätsel

Der grosse Kampfhund kommt mir unterwürfig entgegen, als ich die Wohnungstür öffne. Flutscht an mir vorbei- schnell zur Haustüre. "Er scheint es eilig zu haben, seine Geschäfte zu erledigen", denke ich, und lasse ihn in den Garten. Sein erster Gang führt ihn an den Gartenteich, wo er gierig Wasser zu sich nimmt. "Ist dir übel?", frage ich ihn. Er läuft Richtung Haus zurück. Statt in die Wohnung möchte er auf die Laube. Irgend etwas stimmt mit dem Burschen nicht.
Als ich den Flur betrete, sehe ich die Bescherung: ein grosser Haufen Erbrochenes, der allerdings aussieht wie ein Haufen Stuhlgang. Komisch. Hund verschwindet mit hängenden Ohren und eingeklemmter Rute im Wohnzimmer, und beobachtet mich, wie ich den Haufen entferne. Mit den Gedanken "Naja, kann ja mal passieren", gehe ich ins Schlafzimmer um den Rolladen herunterzulassen. Beim Umdrehen gewahre ich auf meinem Bett zerfetztes Papier. bei genauerem Hinsehen entpuppt es sich als Schweizer Schokoladenpapier Marke Korianther/Zimt. Ein Überbleibsel der Weihnachtstage.
Dies erklärt nun die braune Farbe des Erbrochenen und den übermässigen Durst des Hundeviechs.
Was soll ich ihm vorwerfen? Ich war unvorsichtig, und hatte die Schoggi auf der Ablage des Couchtisches liegen- genau in Hundeaugennasenhöhe.
Armer Mops.

Empfohlen von..

Manchmal höre ich lange Zeit von Patienten rein gar nichts mehr. Dann denke ich- waren sie nicht zufrieden? Vielleicht enttäuscht?
Und plötzlich kommen Anrufe: "Meine Schwester hat Sie empfohlen- die Neurodermitis ihrer Tochter ist völlig ausgeheilt, jetzt wollte ich einen Termin für meinen Sohn. Er hat Heuschnupfen."
Das freut mich ungemein. Einmal zu hören, dass es jenen Patienten gut geht, dass meine Therapie geholfen hat, dass sie zufrieden waren. Und natürlich auch, dass sie mich weiterempfehlen.
So kommen in letzter Zeit oft neue Patienten zu mir. Manchmal sagen sie auch erst nach einigen Behandlungen, dass sie nicht übers Internet oder Telefonbuch zu mir gefunden haben, sondern durch Verwandte/Bekannte.
Einen Patienten habe ich, der sich immer meldet. Er sagte mir einmal, er fände es nicht gut, wenn man nichts sagt, ich solle schliesslich auch wissen, wenn ich Erfolge habe, oder auch nicht. So ruft er mich alle paar Wochen an, und gibt eine Rückmeldung. Sowas ist natürlich perfekt.
Es ist eben bei Menschen so: sobald es ihnen gut geht, sie gesund sind, ist alle Krankheit, und das drumherum vergessen. Bis zum nächsten Mal.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Grosse Qualität

Wir sind mitten im Winter, die Nächte sind lang, dunkel und kalt. So ist es kein Wunder, dass sich Männlein und Weiblein in den warmen Höhlen wiederfinden, und es sich gemütlich machen. Und so kommt es, dass im Frühherbst diesen Jahres wieder kleine schreiende Wesen aus dicken Bäuchen in diese dunkle Welt entlassen werden.

Wen wundert´s, dass hier und da über die Länge eines der äusseren Geschlechtsmerkmale des Mannes diskutiert wird. Sehr eifrig sogar.

Hat die Länge etwas mit Qualität zu tun? Ist nicht wichtiger, was drinnen steckt? Sollte Frau nicht das männliche Exemplar wählen, welches die besten Gene hat, um den Fortbestand der Art zu sichern? Intelligenz, Ausdauer, Aussehen? Wird schliesslich nicht kopuliert, um Nachwuchs zu zeugen? Behaupten dies nicht die Biologen?
Soll frau nun mit dem Lineal in der Handtasche Vorabmessungen vornehmen?
Wer sagt denn, dass einer der beiden Akteure dabei noch Spass haben sollten? Es ist ein Mittel zum Zweck. Oder? ;-)

PS: Diskussionen könnt ihr auf den verlinkten Blogs führen.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Reinkarnationslehre

Vor einigen Tagen war ich bei meiner Grosstante. Sie ist meine Zen-Meisterin, macht seit vielen Jahren japanische Teezeremonie und Shiatsu. In ihrem Meditationsraum hängen unter anderem ein grosses Buddha-Bild und Schriftrollen mit japan. Zeichen.
Als ich so auf dem Tatami lag, und mich durchwalken lies, sagte meine Tante plötzlich: "Schau mal den Toni an." (meinen Haus-und Hofhund, der ausnahmsweise mit durfte)
Der sass direkt vor dem Roshi, und starrte einige Minuten das Buddhabild darüber an. Danach wechselte er den Platz, und betrachtete sich die Schriftzeichen an der anderen Wand.
Heute mittag nun, habe ich wiedereinmal meine Wohnung geräuchert- mit Weihrauch, Myrrhe und Wacholder. Danach legte ich eine CD mit Oberton- und Mantragesängen in den CD-Player. Als die Musik angefangen hatte, fing Toni plötzlich an zu brummeln. Als die CD fertig war, hörte er auf.
Hat er mitgesungen? War Toni in einem früheren Leben ein Buddhist, ein Mönch vielleicht?
Hach, das wäre doch interessant, es herauszufinden.

Freitag, 14. Dezember 2007

Das Brustwarzenritual

Eben am Telefon:
Anrufer: "Guten Tag, können Sie mir helfen? Meine Verlobte hat wunde Brustwarzen."
Chätzle: "Ähm, das ist auf die Ferne etwas schlecht zu beurteilen. Stillt sie?"
A: "Nein, sie ist nicht schwanger, und stillt auch nicht. Gibts da keine Salbe? Wissen Sie, wir heiraten nächste Woche... Und meine Verlobte ist Türkin."
C: "Ah ja..??"
A: "Ja, und gestern hatte sie das Ritual mit den Frauen aus ihrer Familie.."
C: "Ritual?"
A: "Ja, da kommen alle Frauen, und dann wird ein Ritual durchgeführt. Deswegen sind die Brustwarzen jetzt wund.."
C: (C kommt das ganze langsam komisch vor) "Na, dann holen Sie sich eben in der Apotheke "Mirfulan Wund- und Heilsalbe", und "Retterspitz äusserlich" für kühlende Auflagen...Das hilft sehr schnell. In ein paar Tagen ist die Entzündung weg..."
A: "Naja, das Ritual... Kennen Sie das?"
C: "Nein, ich bin keine Türkin, und ich habe auch noch nie von solch einem Ritual gehört."
A: "Möchten Sie wissen, was da genau gemacht wird?! Also..." (möchte ansetzen, um alles genauestens zu erzählen)
C: (wirds zu bunt.) "Nein, ich möchte es nicht wissen. Hören Sie, ich bin gerade in der Mittagspause, und muss gleich wieder in die Praxis. Holen Sie die Salbe, und dann soll´s gut sein... Adieu"
A: "Ähm ja. Na dann. Auf Wiedersehen"

Was war das? Wer war das denn? Einer der sich sexuell aufgeilen wollte??

EDIT: da fällt mir eine ähnliche Geschichte ein: Im Frühsjahr hat mich auch ein Mann angerufen, der mich fragte, ob ich schröpfen würde. Das tue ich sehr oft. Dann fragte er, ob ich Erfahrungen mit eingezogenen Brustwarzen hätte.. (habe ich nicht) Seine Tochter hätte welche, und ihre alte Therapeutin in Hamburg würde diese mit den Schröpfgläsern behandeln. Ob mich die Therapeutin anrufen dürfte. Ich willigte ein. Die Dame meldete sich einige Zeit später. Eine sehr rauchige Stimme. Sehr ordinär in der Wortwahl. "Das Mädchen hat für ihr Alter schon Riesentitten... Solche habe sie selten gesehen..." etc.
Die Sache kam mir auch komisch vor. Ich habe danach auch nie wieder von den Leuten gehört...
(irgendwie habe ich es mit Brüsten... ;-) )

Samstag, 8. Dezember 2007

Besinnliche Adventszeit

Wer noch gut gelaunt ist, und die gute Laune verlieren will, dem rate ich zu einem Samstagnachmittagbesuch in der nächstgrösseren Stadt. Bevorzugt mit Weihnachtsmarkt in den Strassen.
Ich garantiere- nach einer halben Stunde zwischen quengelnden Kindern, mit Ellbogen in den Rippen, armen kleinen Hunden zwischen den Beinen und Kinderwägen in den Kniekehlen ist die Laune am Gefrierpunkt.
Nein danke. Das war der letzte Einkaufsbummel vor Weihnachten. Da weiss ich besseres mit der Zeit anzufangen, als mir dies noch mal anzutun.

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