tristesse
ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so schlaflos war wie heute nacht. Seit halb 12 bin ich aus dem Bett raus, lümmle auf dem Sofa, lese, versuche zu dösen, aber es geht einfach nicht.
Ich bin zornig. Zornig, weil ich nicht schlafen kann.
Nicht gerade die beste Voraussetzung für einen gesunden Schlaf.
chaetzle - 19. Jul, 02:52
Seit Freitag kann ich nur noch schlecht schlafen. Habe schlechte Träume- keine Alpträume, aber einfach unschöne Gedankenmuster. Am Freitag war ich wieder in meiner Therapie für mein Schulter-Armproblem auf der rechten Seite. Mein Therapeut- ein älterer Kollege- macht Nuad Boran Thai, traditionelle Thai Körperarbeit. Dabei geht er tief in das Gewebe, an Muskeln und Sehnen. Wegen meines Problems behandelt er natürlich die Muskulatur um die Schultern sehr genau und ausgiebig. Darunter auch den grossen Brustmuskel. Plötzlich fragte er mich, ob er das Gewebe um die Brust genauer abtasten dürfte, er habe da was gefühlt. Natürlich willigte ich ein.
Nun, er hat einen Knoten im oberen Quadranten ertastet. Dieser Umstand macht mir Sorgen. Ich habe mir nie weiters Gedanken um schwere Erkrankungen gemacht. Ausser psychosomatischen Befindlichkeitsstörungen und Wirbelsäulen-Gelenksproblemen geht es mir schliesslich gut. Plötzlich fallen mir Zufälligkeiten der letzten Zeit ein: die schwer Brustkrebskranke Frau aus meiner Fastengruppe, Gespräche, die ich in letzter Zeit wegen diesem Thema führen musste, die Berichte über brustkrebsbehafteten Schauspielerinnen, die mir immer wieder in die Hände fallen, das Mammographiemobil an der Gesundheitsmesse, die Patientinnen, die mich derzeit gehäuft anfragen wegen Mammographiefragen, das Bild meiner verstorbenen Oma, das mir vor ein paar Tagen aus einem Buch in die Hände fiel. Jene Oma starb 1986 nach einem langen qualvollen Kampf gegen den Brustkrebs im Zimmer neben meinem.
Die Veranlangung liegt somit in der Familie. Das hat mir nie Sorgen gemacht, Brustkrebs war nie ein Thema. Sowas bekomme ich nicht. Und plötzlich mache ich mir Gedanken darüber.
Natürlich kann der Knoten auch eine Kalkablagerung sein, eine Verkapselung, was auch immer. Aber eben auch die schlimmere Variante.
Es ist wohl an der Zeit, wiedermal meine Frauenärztin aufzusuchen. Am besten noch diese Woche. Damit ich weiss, was Sache ist.
chaetzle - 15. Jun, 09:40
Seit zwei Tagen Migräne. Na danke auch.
chaetzle - 17. Apr, 09:19
Warum gibt es nur Phasen im Leben, wo alles nur noch schief läuft?
Warum schon wieder bei mir? Die letzten Wochen waren schon scheisse, und jetzt noch die Krönung.
Heute kam ich heim, und musste sehen, dass meine Haustüre blutverschmiert ist. Der Hof ebenfalls bis in den Garten. Es kann ja nur einer verletzt sein- der Kater.
Im Garten höre ich nur ein Fauchen, erst nach 10 min Rufen kommt Kater vom Nachbargarten über den Zaun gesprungen- Blutstropfen um ihn fliegend. Sein ganzes linkes Vorderbein eine einzige offene Fleischwunde. Zumindest laufen kann er noch- sprich keine Sehnen oder Nerven sind durchtrennt.
Gottseidank habe ich ums Eck eine Tierklinik, die rund um die Uhr offen hat.
Nun wird er versorgt. Allerdings darf ich ihn erst morgen wieder sehen, und evtl abholen.
Was kommt noch alles??
EDIT:
schlimmer als gedacht. Doch nicht so oberflächlich. Alle Muskeln im vorderen Bein durchtrennt, die Hauptvene durchtrennt. Blut erbrochen. "Eine sehr schwere Verletzung, die er sich da zugezogen hat.- an einem scharfkantigen Gegenstand"
Meine italiener Nachbarn- die haben den reinsten Schrottplatz im Garten. Da turnt Ben immer herum. Das ist meine Vermutung.
chaetzle - 10. Apr, 13:44
Es könnte doch noch mal Weihnachtszeit sein. Es ist so eine geruhsame, so feierlich Zeit. Ruhe überall. Auf den Strassen, im Geschäft, in uns drin. Aller Stress rückt in den Hintergrund.
Jetzt ist das neue Jahr schon wieder alt. Der Alltag hat uns seit dem 2. Januar wieder, und mit ihm kommen alle Unannehmlichkeiten zurück.
chaetzle - 17. Feb, 17:06
Heute bei der Durchfahrt eines Dorfes, sah ich ein altes Bäuerle den Hof fegen.
Sehr oft überkommt mich in solchen Momenten der Wunsch, selbst alt zu sein. Alt und das Ende nah.
Ich bin müde. Müde zu leben. Sehr oft. Ich mag mich nicht mehr mit der alltäglichen Mühsal auseinandersetzen. Mich nicht mehr kümmern und bemühen müssen. Um mich. Um Freundschaften. Um Geld. Um meine Existenz. Ich bin es einfach leid. Ich möchte mich in einen Hof setzen, die Leute vorbeiziehen sehen, und wissen, dass ich bald gehen darf.
Seltsame Gedanken für eine, die diese Woche erst 33 Jahre wird.
chaetzle - 28. Jan, 15:38
Was habe ich getan, dass ich in letzter Zeit jede Erkältung mitnehme, die sich anbietet?
Letzte Woche habe ich meine Mutter besucht. Bei ihr war die Heizung ausgefallen. Bei gefühlten 0 Grad sass ich im Wohnzimmer. Als ich heimgefahren bin, habe ich schon meine Nase kribbeln gespürt.
Mittlerweile hat sich eine handfeste Nasennebenhöhlenentzündung entwickelt.
Wieder ein Sonntag dahin. Bei solch einem schönen Wetter sollte man raus gehen, wandern. Und was mache ich?
Das da:

Ein Kopfdampfbad mit Kamille.
chaetzle - 13. Jan, 12:06
Menschsein ist mit Sicherheit eine der schwierigsten Aufgaben auf diesem Planeten.
helfen auch schon nicht mehr richtig.
Shit.
chaetzle - 29. Nov, 08:27
Aus der Form geraten
formlos
haltlos
ungehalten
zerfliessen
zerissen
strukturlos
erschöpft
allein.
Ungeweinte Tränen der letzten Wochen endlich fliessen lassen können, aber noch immer traurig.
chaetzle - 25. Nov, 12:03